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Phishing erkennen: 5 Warnsignale in E-Mails

Phishing erkennen: 5 Warnsignale in E-Mails

Eine E-Mail von der Hausbank, ein Paketdienst mit Zustellproblem, oder scheinbar der eigene Chef mit einer dringenden Bitte: Phishing-Mails sind der häufigste Einstiegspunkt für Cyberangriffe auf Unternehmen. Und sie werden immer schwerer zu erkennen – nicht zuletzt, weil Angreifer inzwischen KI nutzen, um perfekt formulierte Texte zu erzeugen.

Die gute Nachricht: Es gibt Muster, an denen sich Phishing auch heute noch erkennen lässt.

1. Dringlichkeit und Druck

„Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt.“ „Bitte sofort überweisen, ich bin im Termin.“ Zeitdruck ist das wichtigste Werkzeug von Angreifern, denn wer hetzt, prüft nicht.

Seriöse Absender – Banken, Behörden, Geschäftspartner – setzen Sie in der Regel nicht unter Zeitdruck. Wenn eine E-Mail sofortiges Handeln verlangt, ist das allein schon ein Grund, innezuhalten.

2. Die tatsächliche Absenderadresse

Der angezeigte Name lässt sich beliebig fälschen. Entscheidend ist die dahinterliegende E-Mail-Adresse. Fahren Sie mit der Maus über den Absendernamen oder klappen Sie die Details auf.

Achten Sie auf Kleinigkeiten: sparkasse-service.de statt sparkasse.de, ein zusätzlicher Bindestrich, eine vertauschte Buchstabenfolge. Solche Abweichungen fallen beim schnellen Lesen kaum auf.

3. Links, die woanders hinführen

Fahren Sie mit der Maus über einen Link, ohne zu klicken. Unten im Browser oder E-Mail-Programm wird das tatsächliche Ziel angezeigt.

Stimmt die angezeigte Adresse nicht mit dem überein, was der Link vorgibt, ist Vorsicht geboten. Auf dem Smartphone funktioniert das über langes Drücken auf den Link.

4. Ungewöhnliche Anhänge

Rechnungen im ZIP-Format, Word-Dokumente mit der Aufforderung, Makros zu aktivieren, oder Dateien mit doppelten Endungen wie Rechnung.pdf.exe – solche Anhänge sind klassische Träger von Schadsoftware.

Faustregel: Wenn Sie keinen Anhang erwartet haben, öffnen Sie ihn nicht. Fragen Sie im Zweifel beim Absender nach – aber über einen Kanal, den Sie selbst kennen, nicht über die Kontaktdaten aus der verdächtigen Mail.

5. Ungewöhnliche Bitten trotz bekanntem Absender

Der Klassiker im Geschäftsalltag: Eine Mail scheinbar von der Geschäftsführung bittet um eine kurzfristige Überweisung oder um die Zusendung von Zugangsdaten. Diese Masche nennt sich CEO-Fraud und funktioniert erschreckend oft.

Sobald es um Geld, Zugangsdaten oder vertrauliche Unterlagen geht: über einen zweiten Weg verifizieren. Ein kurzer Anruf klärt in dreißig Sekunden, was sonst teuer werden kann.

Was tun, wenn eine verdächtige Mail eingeht?

  • Nicht klicken, nicht antworten, keine Anhänge öffnen
  • Nicht löschen, sondern intern melden – falls andere Kolleginnen und Kollegen dieselbe Mail bekommen haben, ist das wichtig zu wissen
  • Im Zweifel den IT-Verantwortlichen einbeziehen

Was tun, wenn schon geklickt wurde?

Fehler passieren – entscheidend ist die Reaktion. Sofort den IT-Verantwortlichen informieren, betroffene Passwörter ändern, und bei Verdacht auf Schadsoftware das Gerät vom Netzwerk trennen.

Wichtig ist eine Unternehmenskultur, in der solche Vorfälle ohne Angst gemeldet werden. Wer aus Sorge vor Ärger schweigt, verschafft Angreifern wertvolle Zeit.

Technik allein reicht nicht

Ein guter Spamfilter fängt einen Großteil ab, aber nie alles. Deshalb ist die Kombination entscheidend: technische Schutzmaßnahmen plus sensibilisierte Mitarbeitende. Weiterführende Informationen zum Thema stellt auch das BSI bereit.

Fazit

Phishing lebt davon, dass Menschen unter Zeitdruck nicht genau hinschauen. Wer die typischen Muster kennt und im Zweifel lieber einmal zu viel nachfragt, verhindert die meisten Angriffe – ganz ohne technisches Spezialwissen.

Wie gut ist Ihr Unternehmen geschützt?

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